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In Offenbach bringt jeder sechste ABC-Schütze zu viel auf die Waage |
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Written by Doreen Keck
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Sunday, 12 August 2007 |
Was ist los mit dem Nachwuchs? Nur noch wenige Erstklässler sind in der Lage, auf einem Bein auszuharren. Einen Purzelbaum zu machen, ist für viele ein Ding der Unmöglichkeit. Eine zunehmende Bewegungsunlust beobachtet auch Schulsport-Koordinator Eduard Schneider. Die Zahl der übergewichtigen und fettsüchtigen Kinder im Vorschulalter nimmt zu und ist längst keine Seltenheit mehr. Das zeigen aktuell die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen: Waren 2004 noch etwa zehn Prozent der Schulanfänger übergewichtig, so sind in diesem Schuljahr 17 Prozent der Offenbacher ABC-Schützen zu dick.
"Wir haben die Notwendigkeit erkannt und ein breites Angebot aufgestellt", beschreibt Bürgermeisterin und Jugenddezernentin Birgit Simon das Programm der Sport- und Jugendhilfe. Im Vordergrund steht hierbei, die Kinder und Jugendlichen an den Vereinssport heranzuführen, das Bewegungangebot auf dem Schulhof sowie im Wohngebiet zu erhöhen und ein gesundes Ernährungskonzept in Kitas und Schulen zu bringen, erklärt Simon. Ausreichend Grünflächen und Parks im Wohngebiet anzubieten, sei besonders wichtig, damit die Jugendlichen "einfach mal den Ball in die Hand nehmen und raus gehen," beschreibt Simon die Bedeutung von Bolzplätzen oder Skaterbahnen. Wichtig sei zudem ein Programm, das auch Mädchen anspreche, etwa mit Tanz- oder Selbstverteidigungskursen. Insbesondere Mädchen seien schwer für Ausdauersport zu begeistern.
Wenn Schulärztin Barbara Schneider bei der Schuleingangsuntersuchung auf übergewichtige Kinder trifft, versucht sie den Eltern die Gesundheitsrisiken zu erläutern. Außer einer frühen Diabetes stellt vor allem eine mögliche soziale Ausgrenzung ein großes Problem dar. "Deshalb versuchen wir die Eltern und Kinder auf das reichhaltige Angebot der Stadt aufmerksam zu machen", betont Simon. Das Programm "Beweg dich fit", sei bereits 2005 in einem Stadtverordnetenbeschluss beschlossen worden und werde von den Schulen intensiv genutzt, versichert Simon.
Da gesunde Ernährung für ein gesundes Gewicht unabdingbar sei, gibt es auch Aufklärungskurse. "Es ist jedoch nicht so einfach, Eltern dafür zu begeistern", stellt Simon fest. Deshalb versuche man auch, die Jugendlichen darüber aufzuklären und in den Einrichtungen vernünftig zu ernähren. Als erfahrene Mutter beobachtet Simon zudem häufig, dass Kinder viel zu lange im Kinderwagen säßen, obwohl sie längst laufen könnten. Der kindliche Bewegungsdrang sollte unterstützt werden und der Buggy weggestellt werden, fordert die Jugenddezernentin.
(Quelle: Offenbach Post) |
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Last Updated ( Tuesday, 04 September 2007 )
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