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Die Rumpenheimer Blauröcke freuen sich auf ihr neues Domizil PDF Print E-mail
Written by Doreen Keck   
Thursday, 28 February 2008

Gerd Lang und Björn Kloe als Wehrführer bestätigt / 8705 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet


Rumpenheim. Über mangelnde Beschäftigung klagen die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr sicher nicht. Im Gegenteil: Zu 151 Einsätzen rückten die 34 Wehrmänner und zwei Wehrfrauen im vergangenen Jahr aus - Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Wachverstärkung. Der Rumpenheimer Wehrführer Gerd Lang, seit 16 Jahren in dieser Position, verzeichnet somit eine neue Rekordmarke. Die Statistik führt 23 Einsätze mehr als im bisherigen Spitzenjahr 2005 auf.

Umgerechnet erbrachten die freiwilligen Helfer 1053 Stunden im Dienst der Allgemeinheit. Rechnet Gerd Lang Übungen, Lehrgänge und sonstige Dienste ein, summiert sich das auf 8705 Stunden. "Das nenne ich freiwillig und ehrenamtlich", fügte er während der Jahresversammlung sichtlich stolz hinzu.

Das unterstützt auch die Stadt. Die Planungen für ein neues Feuerwehr-Domizil an der künftigen Ortsumfahrung Mainzer Ring gehen offenbar zügig voran. Lang: "1,3 Millionen Euro sind in diesem und im kommenden Jahr im Haushalt etatisiert." Der Spatenstich soll im Sommer folgen - hinter der BFT-Tankstelle. Selbst wenn der Mainzer Ring noch nicht weitergeführt ist, ist die Mobilität der Wehr gewährleistet - und zwar über eine Behelfsausfahrt.


Auf die Notwendigkeit eines Neubaus weist Gerd Lang seit Jahren hin. Ein Grund: Die beengten Verhältnisse im (historischen und geschützten) Marstall am Schloss lassen es nicht zu, den Fuhrpark der FFW Rumpenheim zu erneuern: "Moderne Fahrzeuge passen nicht durchs Tor." Zudem ist die Parkplatz-Situation im Ortskern für die alarmierten Kräfte unbefriedigend. Eine Sorge: Es könnte wertvolle Zeit verloren gehen. Aus "taktischen Erwägungen" sei der neue Standort ideal, auch wenn einige Rumpenheimer bedauern, dass "ihre Wehr" künftig auf Bürgeler Gemarkung steht.

Bei den Personalentscheidungen gab es im Feuerwehrhaus ein klares Votum: Bei einer Enthaltung erhielten sowohl Gerd Lang als auch sein Stellvertreter Björn Kloe 27 von 28 Stimmen. Der Rumpenheimer Wehrführer hielt sich mit kritischen Worten nicht zurück. Beispiel Lehrgänge: Die Bereitschaft seiner Aktiven, sich an Fortbildungen in Offenbach und an der Landesfeuerwehrschule Kassel zu beteiligen, sei erneut "sehr gut" gewesen.

"Für 2008 stehen uns etwa 14 quotierte Lehrgangsplätze in Kassel zur Verfügung; und das für mehr als 100 Helfer. Das ist nach wie vor sehr unbefriedigend für die gesamte Offenbacher Feuerwehr". Hinzu komme die terminliche Vorgabe aus Kassel. "In der heutigen Zeit ist das nicht immer leicht das mit dem Arbeitgeber in Einklang zu bringen." Zwei Rumpenheimer Aktive stehen zum Grundausbildungslehrgang an. Zudem warten zwölf Aktive auf den Truppführerlehrgang.

Neben der originären Aufgabe der Brandbekämpfung übernehmen die Rumpenheimer die Wasserrettung auf dem Main und anderen Gewässern (Schultheisweiher). Lang berichtete von einem knappen Dutzend Einsätzen und vielen Übungen mit den drei Booten. Die "Martin Kappus" wird überholt und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. "Ist sie erstmal fertig, sind wir auf dem Wasser unschlagbar", so der Wehrführer.

 

 

Quelle: Offenbach-Post.de 

 
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