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Stadt will Gebührenzahlern ihr Geld zurückgeben PDF Print E-mail
Written by Doreen Keck   
Thursday, 11 October 2007
Die Stadt Offenbach plant zum 1. Januar 2008 eine Senkung der Müllgebühren um rund zehn Prozent. Auf Beschluss des Magistrats, der nun noch einer Bestätigung durch die Stadtverordneten bedarf, sollen die Gebührenzahler um insgesamt 1,2 Millionen Euro entlastet werden. Zwar zähle Offenbach damit immer noch nicht zu den günstigsten Anbietern in der Region, so Peter Walther, Geschäftsführer der ESO – Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft, die die Abfallentsorgung betreibt. Bei den Gebühren liege man eher im Mittelfeld, verfolge im Service jedoch einen besonders hohen Anspruch.

Einmalig in der Region ist die Vielzahl an Wahlmöglichkeiten: Die ESO GmbH bietet verschiedene Tonnengrößen an und unterscheidet Voll- und Teilservice (je nachdem, ob die Müllabfuhr oder der Kunde die Tonnen hin und her rollt.) Diese Differenzierung soll trotz des großen logistischen Aufwands beibehalten werden, denn von allen Möglichkeiten werde Gebrauch gemacht. Das zeige, dass sie bedarfsgerecht seien.

Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einer 80-Liter-Tonne, die wöchentlich im Vollservice geleert wird, sinken die Kosten beispielsweise von 245,40 Euro auf 220,92 Euro im Jahr.

Kostenlos können die Bürgerinnen und Bürger Offenbachs auch weiterhin Sperrmüll-Abfuhr beantragen und kleinere Abfallmengen selbst zum Wertstoffhof bringen. „Dort werden Sie wirklich alles los“, sagt Walther. Geplant sei, die Öffnunsgzeiten des Werstoffhofs noch weiter in die Abendstunden auszudehnen.

Mit der Gebührensenkung werden nicht benötigte Rücklagen an die Bürger zurückgegeben. Man wolle und dürfe die Summe nicht dauerhaft auf die hohe Kante legen. „Es ist Ihr Geld“, so der zuständige Stadtrat Paul-Gerhard Weiß an die Adresse der Offenbacherinnen und Offenbacher. Bei der ESO GmbH geht man davon aus, dass die Entsorgungskosten in den kommenden Jahren konstant bleiben. Durch die Kooperation mit der Meinhardt Städtereinigung habe man günstigere Konditionen für die Entsorgung von Grüngut, Bauschutt und Straßenkehrricht erwirken können, so Walther. Durch die Gründung einer tariffreien ESO-Tochtergesellschaft, der ESO Servicegesellschaft, im Jahre 2002 wurden Personalkosten gesenkt. Daneben konnte durch den erfolgreichen Einsatz von Seitenlader-Fahrzeugen Logistik-Kosten eingespart werden.

Teurer werden allerdings die Müllsäcke, die man zusätzlich zur Tonne erwerben kann. Der Preis steigt von 1,80 Euro auf vier Euro. Die Nachfrage nach diesen Säcken ist laut Walther allerdings gering.

Beibehalten will die ESO GmbH auch ihr stärkeres Engagement für Sauberkeit und Ordnung in der Innenstadt. Dort werden die Papierkörbe nun doppelt so oft geleert wie früher, nämlich zweimal am Tag, was sich nach Ansicht von Ordnungsdezernent Weiß positiv bemerkbar macht.

 

Quelle:Offenbachonline.com 

 
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