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Damals gehörte das westliche Kreisgebiet überwiegend den Grafen von Isenburg, das östliche Kreisgebiet war Bestandteil des Kurfürstentums Mainz. Zuvor gehörte es zu den Herren von Eppstein, Münzenberg und dem Erzbischof von Mainz. Noch weiter in der Vergangenheit war das gesamte Kreisgebiet, ausgenommen der Gegend um Langen, Teil des fränkischen Maingaues.
Das Gebiet wurde nach der Säkularisation von Kurmainz um 1803 Teil des Großherzogtums Hessen (Darmstadt). Die Verwaltungseinteilung in den Ämtern blieb jedoch erhalten. Am 20. Juli 1821 bildete das Großherzogtum die Landgerichtsbezirke und Landratsbezirke Offenbach, Seligenstadt und Langen.
Der Landratsbezirk Offenbach umfasste die damaligen isenburgischen Besitztümer Götzenhain, Bürgel, Dreieichenhein, Münster, Neu-Isenburg, Philipseich, Sprendlingen, Offenthal, Gravenbruch, Urberach, Gehspitz, Wildhof, Neuhof, der Forst Offenbach und der Forst Dreieich. Damit umfasste er das kleinste Gebiet und trennte bist 1828 den Landratsbezirk Langen in zwei Teile.
Der Landratsbezirk Langen umfasste das damalige Amt Kelsterbach, mit Ausnahme von Zent Arheiligen, Grinsheim, Nauheim, vom Amt Dieburg die Orte Ober- und Nieder-Roden und aus dem Amt Schaafheim die Stadt Dietzenbach.
Der Landratsbezirk Seligenstadt umfasste den größten Teil der Herrschaft Babenhausen und die linksmainischen Besitzungen des säkularisierten Kurmainz. Das eigentliche Hinterland Seligenstadts, die rechtsmainischen Stiftsgebiete, ging an Bayern. Die weitere Entwicklung von Seligenstadt wurde dadurch eingeschränkt.
Diese Einteilung der Landratsbezirke wurde am 05. Spetember 1832 durch die Gründung des „Landkreises Offenbach“ mit dem Verwaltungssitz in Offenbach ersetzt. Ihm wurden die ehemaligen Landratsbezirke Offenbach und Seligenstadt zugeschlagen. Der Landratsbezirk Langen wurde geteilt: Die Orte Nieder- und Ober-Roden, Messenhausen und Eppertshausen wurden dem Landkreis Offenbach zugeteilt: der westliche Teil wurde mit dem Landratsbezirk Dornberg zum Kreis Groß-Gerau vereinigt.
Am 28. April 1852 kamen mit einer neuen Kreiseinteilung Egelsbach und Langen aus dem Kreis Groß-Geraus hinzu, während die Orte Urberach, Ober- und Nieder-Roden, Messenhausen und Babenhausen dem Kreis Dieburg angeschlossen wurden.
Durch neu ausgebaute Straßen und neue Eisenbahnlinien wurde das Gebiet besser miteinander verbunden. Im Jahre 1867 kam Rumpenheim zum Kreis Offenbach hinzu. Zuvor gehörte Rumpenheim zu Kurhessen und wechselte nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg nach Hessen. Nachdem der Kreis Vilbel aufgelöst wurde gehörte auch das entfernte Steinbach im Taunus zum Landkreis Offenbach. Nach 1947 kam Steinbach zum Obertaunuskreis hinzu. Schon während der Besatzungszeit nach dem Ersten Weltkrieg von 1918 – 1926 wurden Steinbach dem Kreis Höchst, und Buchschlag, Langen und Egelsbach dem Kreis Groß-Gerau unterstellt.
Im Jahre 1938 schieden Offenbach und das eingemeindete Bürgel aus dem Landkreis Offenbach aus, und wurden kreisfrei. Dennoch bleib der Sitz der Kreisverwaltung, das Kreisgesundheitsamt und die Kreisberufsschule bis 2002 in Offenbach. Ebenfalls im Jahre 1938 wurde aus der alten Gemarkung Mitteldick die Siedlung Zeppelinheim und kam gemeinsam mit dem Flughafengelände (damals Kelsterbacher Gemarkung) zum Kreis Offenbach hinzu. Nach der Eingemeindung von Rumpenheim nach Offenbach schied Rumpenheim im Jahre 1942 wieder aus dem Kreis Offenbach aus.
Das Kreisgebiet wurde im Rahmen der hessischen Kreisreform in den 1970er Jahren verändert. Die Stadt a.M und die Gemeinde Klein-Auheim aus dem Kreis Offenbach verloren im Jahre 1974 ihre Selbstständigkeit, wurden aus dem Kreis Offenbach ausgegliedert und der Stadt Hanau zugeschlagen. Im Jahre 1977 wurden die Gemeinden Urberach, Nieder-Roden und Ober-Roden aus dem Kreis Dieburg dem Kreis Offenbach zugewiesen. Viele traditionsreiche Städte und Gemeinden verloren ihre jahrhundertealte Selbstständigkeit im Jahre 1977 und wurden mit Nachbarorten zu größeren Städten zusammengelegt oder in Nachbarorte eingemeindet. Seit dem 21. Juni 2002 ist Dietzenbach die Kreisstadt vom Kreis Offenbach. Über eine Änderung des Kreisnamens wird nachgedacht.
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