Über Bieber
In Offenbach gibt es viele schöne Stadtviertel wie zum Beispiel Bieber, mit etwa 15.000 Einwohnern. Der Stadtteil ist in zwei Ortsteile eingeteilt: Bieber-West und Bieber-Waldhof. Das Wahrzeichen von Bieber ist der Bieberer Berg, eine Erhebung in der Nähe des Stadteils. Zudem verfügt Bieber über einen Sportplatz. Die Lage von BieberEs ist umgeben von Wäldern, Wiesen und Parkanlagen. Entlang des gleichnamigen Baches erstrecken sich weitläufige Wiesen, Äcker und Kleingartenanlagen. Südlich von Bieber befindet sich das 72,96 Hektar große Naturschutzgebiet „Erlensteg von Bieber“. Nördlich von Bieber befinden sich ausgedehnte Streuobstwiesen. Zudem führt die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute durch Bieber. GeschichteDer Ortsname, so wird vermutet, ist keltischer Herkunft. Der Name „Bieber“ könnte sich vom keltischen Wort „Bebros“ für Bieber ableiten. Eine andere Theorie besagt, dass sich der Ortsname vom keltischen Wort für „zwischen den Bezirken“ „bi-para“ ableitet. Da auch in germanischer Zeit der keltische Name beibehalten wurde, lässt darauf schließen, dass es sich um eine bedeutende Siedlung gehandelt haben muss. Der Ort trug im Laufe der Zeit noch die Namen „Bieberaha“ und „Bibera“. Südlich des heutigen Ortes, auf den Struthäckern so wird vermutet, befand sich eine keltische Siedlung. Dort befand sich auch eine römische Villa Rustica und ein römisches Gräberfeld befand sich zwischen Bieber und Waldhof. Zudem wurde die Bieberer Gemarkung von römischen Straßen durchzogen, welche sich vermutlich in der Nähe der Villa Rustica kreuzten. Damals gehörte die Gegend der römischen Civitas Auderiensium in der Provinz Obergermanien an. Am 22. April 791 wurde die Siedlung das erste Mal in einer Schenkungsurkunde des fränkischen Großgrundbesitzers Erlulf im Lorscher Codex erwähnt. Die umliegenden Wälder um Bieber herum gehörten im Mittelalter zum Wildbann Dreieich, welcher in Bieber auch eine seiner 30 Wildhuben unterhielt. Aufgrund ihrer Lehens-, Grund- und Gerichtsrechte gewannen die Herren von Hagenhausen (später „von Eppstein“) ab 1290 allmählich die Landeshoheit in Bieber. Ab 1372 hatten die Einwohner Biebers Burgrecht in Frankfurt, mit allen daraus resultierenden Rechten und Pflichten. In der befestigten Stadt durfte in Kriegszeiten Zuflucht gesucht werden, und als Gegenleistung mussten sie einen Teil des Stadtgrabens instand halten.
Im Jahre 1425 wurde das Amt Steinheim mit allen zugehörigen Orten an den Kurfürsten von Mainz verkauft, und die Landsherrschaft ging damit an Kurmainz. Bis 1803 blieb der Erzbischof und Kurfürst von Mainz der Landesherr. Im dreißigjährigen Krieg kam es durch Truppendurchzügen, Verwüstungen und die Pest zu großen Verlusten unter der Bevölkerung. Nach der Säkularisation des Kurfürstentums Mainz gehörte Bieber von 1803 bis 1816 zum Fürstentum Isenburg-Birstein und wurde danach Teil des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Bieber erhielt bei der Aufteilung der Biebermark unter den angehörigen Orten um 1819 den südöstlich gelegenen Wald. Nach jahrhunderter langer Amtszeit, lösten die neuen großherzöglichen Landesherren die alten Strukturen der mainzerischen Ämter Steinheims auf und ersetzten sie durch neue. Darauf wurde am 20. Juli 1821 der Landratsbezirk Seligenstadt gegründet, welchem auch Bieber zugeschlagen wurde. Am 05. September 1832 wurde dann der Landkreis Offenbach gebildet, welchem Bieber samt Landratsamt Seligenstadt zugeteilt wurde. Bieber wurde am 01. April 1938 nach Offenbach eingemeindet, das Rathaus wurde im August abgerissen. Der Zweite Weltkrieg brachte große Verluste in der Bevölkerung.
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