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Über RumpenheimDer Offenbacher Stadtteil Rumpenheim mit etwa 4.672 Einwohnern (Stand: 01. Januar 2006) zählt zu den ältesten Orten der Region. Er ist bekannt für das Rumpenheimer Schloss, dass im Zweiten Weltkrieg zerstört und mittlerweile wieder vollständig restauriert wurde. Zu Rumpenheim gehören die beiden Ortsteile Waldheim und Biebernsee. Zudem führt die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute durch den Stadtteil. LageRumpenheim liegt im Mainbogen zwischen Bürgel und der Stadt Mühlheim am Main. WaldheimWaldheim wurde im Jahre 1911 als Landhauskolonie der Rumpenheimer gegründet. BiebernseeBiebernsee war seit 1945 am östlichen Stadtrand als reine Wohnsiedlung gedacht. Der Name der Siedlung stammte vom nahe gelegenen Weiher, dem „Biebernsee“. GeschichteDass der Ortsname mit der Endung „-heim“ endet lässt darauf vermuten, dass es sich um eine fränkische Gründung handelt, die dieses Gebiet besaßen ab 496. Mehrere Siedlungen, darunter auch Rumpenheim wurden in der merowingischen Zeit (bis ca. 506) entlang der alten römischen Mainuferstraße gegründet. Der vordere Teil des Namens lässt auf den Gründer schließen, der wohl Rumpraht geheißen haben könnte. Es könnte aber auch sein, dass der Name eine Abwandlung des Wortes „Rumpe“ ist, was die Bezeichnung für ein korbartiges Weidengeflecht ist, das beim Fischfang benutzt wurde. Von 770 bis 850 wurde der Ort als Rumpenheim bezeichnet. Bis zum Jahre 1625 wechselten die Namen sehr oft. Das heutige Rumpenheim hatte zwischenzeitlich die Namen „Rumpinheim“, „Rümpinheim“, „Rumppenheym“, „Rumpelhaim“, „Rumpelheim“ und „Rumpellum“. Die erste urkundliche Erwähnung Rumpenheims war am 1. Juni 770 in einer Schenkung eines Weingartens an das Kloster Lorsch erwähnt. Durch weitere Schenkungen hatte das Kloster einen Besitz von 600 bis 700 Morgen Land. Im späteren Verlauf ging das Dorf komplett in den Besitz des Reichsklosters über. Bis 1232 übernahm der Mainzer Erzbischof und Kurfürst alle Rechte und Besitzungen des Klosters Lorsch, sodass Rumpenheim Teil des Kurfürstentums Mainz wurde. Die Herren von Rumpenheim mit den ihnen verwandten Herren von Heusenstamm bekamen das Dorf Ende des 13. Jahrhunderts als Afterlehen von den Herren von Hanau. Frank von Kronberg wurde im Jahre 1409 neuer Lehnsherr, nachdem Günter von Rumpenheim auf das Lehen verzichtete. Ab dem Jahre 1617 wurden die Grafen von Hanau und Münzenberg Herren in Rumpenheim. Im Dreißigjährigen Krieg, im Jahre 1621 wurde Rumpenheim von den Truppen des spanischen Generals Spinoza ausgeplündert und in Brand gesteckt. Auch die kaiserlichen Truppen des Generals Lamboy fügten der Bevölkerung starke Verluste zu. Im Jahre 1637 zählte Rumpenheim aufgrund dieser Vorkommnisse nur noch 57 Einwohner. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde mit dem Bau des heutigen Rumpenheimer Schlosses als Herrenhaus begonnen. Anfang des 18. Jahrhunderts, nachdem das Gut an die Landgrafschaft Hessen-Kassel gefallen war, wurde das Herrenhaus zu einem dreiflügeligen Schloss ausgebaut. Ab 1866 gehörte Rumpenheim zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Schließlich wurde der Ort im Jahre 1942 nach Offenbach zwangseingemeindet.
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